Geboren in Niederbayern in einem Weiler, hatte ich als Kind wenig Kontakt nach aussen. In der Schule wurde ich von Lehrern aber auch vom evangelischen Pfarrer zu Nächstenliebe erzogen und habe dies sehr verinnerlicht. So habe ich stets mein Wahlrecht wahrgenommen und auch bei Volksentscheiden abgestimmt. Zwar bin ich nie in einer Partei gewesen, aber mein Herz war bei der SPD allezeit. Als Herr Schröder nach seiner Wiederwahl zum Kanzler eine 180° Drehung hinlegte, verstand ich die Welt nicht mehr.Derart enttäuscht und aufgeschreckt, blieb mir nichts Anderes übrig, als selbst in eine Partei einzutreten. Die WASG, die dann entstanden ist, wurde meine politische Heimat als ich 2005 eintrat. Ich finde immer noch, daß dies die einzig richtige Reaktion war. Aber es geht nicht nur um Politik, auch meine ethische Einstellung hinterfrage ich ständig. Denn erst wenn ich bei mir selber schaue was ich tue, und da zweifelsfrei nicht auf meinen eigenen Vorteil sehe, macht es Sinn, ausserhalb mit Veränderungen zu beginnen. Leider ist oft Schein und Sein weit auseinander und es ist sehr schwer aufrichtig zu bleiben, statt dem bequemen Druck nach Mitschwimmen statt zu geben. Für mich ist  Linkssein eine philosophische Sache.

Asbach, der Hof meiner Eltern, wo ich aufgewachsen bin.

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